In Immobilien investieren oder in Aktien?

Immobilien versus Aktien, was ist die bessere Anlageklasse? – Das ist seit geraumer Zeit eine heiße Debatte, zumal diese Vermögenswerte darauf ausgerichtet sind, langfristigen Wohlstand aufzubauen. Welches ist also das bessere Anlagevehikel und warum erhalten wir in dieser Debatte widersprüchliche Antworten?

Immobilien oder Aktien

Die Debatte Immobilien versus Aktien

Je nachdem, wem Sie zuhören, werden Sie oft feststellen, dass eine Investition gegenüber der anderen bevorzugt wird. In der Tat neigt die anhaltende Debatte über den Vergleich der Renditen von Aktien mit den Renditen von Immobilien dazu, je nach Marktbedingungen und der Voreingenommenheit der Autoren zu variieren.

Die Wahrheit ist, dass es sehr schwer ist, diese beiden Märkte zu vergleichen, nur weil wir nicht Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Es gibt viele verschiedene Variablen zu berücksichtigen, wenn man in einen der beiden Märkte investiert, zum Beispiel die Hebelwirkung, die Besteuerung, die Zinssätze, das Risiko und die Haltekosten, um nur einige zu nennen.

Dann müssen wir überlegen, welche Aspekte dieser Märkte wir vergleichen, um eine faire und unvoreingenommene Analyse zu erstellen. Vergleichen wir den DAX mit dem Immobilienmarkt von Berlin, dem Frankfurter Immobilienmarkt oder dem in einer Kleinstadt im Osten? Und sollten wir Kapitalwachstum oder Kapitalwachstum und Einkommen vergleichen?

Die Kombinationen sind endlos, und wie in vielen anderen Artikeln zu diesem Thema belegt wird, ist es möglich, je nach Ihrer Voreingenommenheit jedes Ergebnis zu liefern und es so aussehen zu lassen, als hätten wir den Streit ein für alle Mal beigelegt.

Kauf von Eigentum versus Aktien

Es gibt Leute, die behaupten, dass es besser wäre, in Immobilien zu investieren statt Aktien zu kaufen, da der Vermögenswert greifbar ist und potenziell weniger Risiko darstellt. Dies ist aber nur bedingt so.

Für die meisten Menschen ist die Investition in Immobilien eine langfristige Buy-and-Hold-Strategie, bei der „Zeit auf dem Markt“ gute Ergebnisse bringt. Wenn Sie eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie kaufen, bleibt sie als Anlage jahrzehntelang relativ unverändert, mit Ausnahme der allgemeinen Instandhaltung. Da für fast alle Immobilien Investments ein Kredit aufgenommen wird hat mein einen sehr guten Hebel für die Eigenkapitalrendite. Interessant ist zudem die Abschreibung von 2% auf den Gebäudewert. Die versteckten Risiken in Immobilien lauern in der demografischen Entwicklung in Deutschland und in der Makrolage der Immobilie. Ebenso sollte an dieser Stelle der viel zu häufig erwähnte Mietnomade stehen.

Aktien hingegen müssen nicht als langfristige Investition behandelt werden, sondern können ein kurz- bis mittelfristiges Investitionsinstrument sein, bei dem „Timing“ des Marktes weitaus wichtiger ist als die Zeit auf dem Markt. Wenn es um Aktien geht, ist das „Timing“ des Marktes alles, einfach weil es darum geht, niedrig zu kaufen und hoch zu verkaufen. Sicherheitsbewußte Menschen setzen auf breit gestreute Fonds.

Diese kann man dann auch ohne sich zu kümmern über die Jahre laufen lassen. Der Msci world etf ist ein Beispiel für einen dieser Fonds mit einer Rendite von circa 7%. Wie wir mit Corona gerade gemerkt haben sind Aktienkurse volatil. Dies bedeutet in einer Krise geht es erst einmal stark bergab. Dies ist sowohl Risiko als auch Chance in einem.

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